Muttersprache

Schule und Elternhaus

 

Aufgewachsen unter drei Geschwistern in einer glücklichen Familie,

als Mutter von vier Kindern, als Lehrerin von Kindern und Erwachsenen,

von Einheimischen und Fremdsprachigen, Analphabeten und Legasthenikern

habe ich Erfahrungen gesammelt, die ich allen Interessierten weitergeben will.

Was tun, wenn ein Kind lispelt, das Bett nässt, stottert, sich weigert zu lernen, einkotet, usw.,

mit neun Jahren noch
nicht lesen, schreiben, ja noch nicht einmal auf 10 zählen kann?

Wie habe ich es erlebt mit meinen eigenen drei legasthenischen Kindern?

Wie war das im Umgang mit den Lehrerinnen und Lehrern?

Wie kann man es besser machen?

Ich berichte auch über verschiedene moderne Methoden, die ich im Laufe meiner Arbeit kennen

gelernt und angewendet, wie ich diese untereinander kombiniert und erweitert habe,

sodass meine Schüler in relativ kurzer Zeit vorwärts kamen und sich entwickelten.

Es sind keine Geheimrezepte, sondern handfeste Tipps und Strategien,

die ich hier schildere und die für alle Seiten, Kinder, Eltern, Lehrer und Partner

hilfreich und nützlich sein können.

Der Titel umfasst 141 Seiten, Format A5 und ist ab Mai 06 als Buch im R.G.Fischer-Verlag erhältlich.

Sie können es aber jetzt schon bei mir bestellen, sodass ich es Ihnen sofort ausliefern kann.

Es wird kurz nach Ostern bei mir ankommen!

Es kostet Fr. 18.-

Bestell-Telefon: 032 636 21 46 oder 079 6 888 626

Hier nun ein kurzer Auszug aus dem 1. Teil "Erfahrungen aus meiner Kinderzeit . . ."

Lispeln: Eines Tages, aus heiterem Himmel, ich wusste nicht, warum und wieso, wurde ich von meiner eigenen
Mutter ausgelacht! Bisher hatte sie es immer herzig gefunden, wie ich sprach und ich wusste
ja gar nicht, dass etwas nicht stimmte, aber auch sie schien bis dahin nichts Falsches an meiner
Aussprache bemerkt zu haben. Vielleicht war es meine Tante gewesen, die sie auf mein Lispeln
aufmerksam gemacht hatte. Diese Tante war sowieso eine, die mich ständig korrigierte, wenn
ich etwas sagte. Fragte ich sie, "Wer häsch gseh?", sagte sie: "Wen häsch gseh, so heisst es!"
Dann sagte ich lieber nichts mehr zu ihr. - Als jedoch meine Mutter so lachte und zu mir, wie mir
schien, in spöttischem Tone sagte: "Tust du ansstosse mit dem Tsüngeli an de Tzändeli?" (dabei
streckte sie beim z und beim s jedesmal die Zunge zwischen den Zähnen heraus), da war ich wirklich
total beschämt und zerknirscht und schaute sie nur gross an. Was wollte sie von mir? So hatte sie
noch nie zu mir gesprochen!
Sie merkte wohl, dass ich das sehr tragisch nahm, umarmte und tröstete mich. Aber dann erklärte sie mir,
wie man richtig sprechen sollte, und wie ich es fälschlicherweise machte. Meine Zunge kam beim s und
beim z zu weit nach vorne, stiess dadurch an den Zähnen an, was einen etwas eigenartigen Zischlaut ergab.
Sie machte es mir noch einmal vor und lächelte dabei. Doch mir kam dieses Lächeln wie ein spöttisches
Grinsen vor und machte mich sehr traurig. Zum Glück hatte mein Bruder meinen grässlichen Mangel
noch nicht entdeckt, sonst hätte ich es die ganze Zeit wieder hören müssen!
Einige Tage später auf dem Heimweg vom Strandbad, ich erinnere mich noch genau, ich war barfuss
und klemmte mein Badezeug unter den Arm, da begegnete ich immer wieder verschiedenen grossen Leuten.
Entgegen meiner üblichen Gewohnheit wollte ich einmal höflich sein und sagte zu allen: "Grüezi!"
Da merkte ich sofort wieder, dass meine Zunge an den Zähnen anstiess, und ich schämte mich furchtbar!
"Was denken die von mir?" Natürlich hatten diese weder mich selbst, noch meinen scheuen Gruss bemerkt,
geschweige denn erwidert, aber ich war ziemlich verzweifelt.Auf dem ganzen weiteren Heimweg
übte ich das "Grüezi" dann für mich allein und versuchte, nicht mit den Zähnen anzustossen beim z.
Am Schluss klappte es, unddamit war das Lispeln vorbei, ohne dass es sonst jemand bemerkt hätte.
Meine Mutter sagte nichts mehrdazu. Zum Glück! Aber ein kleiner Stachel blieb:
Ich weigerte mich in der Folge standhaft, überhaupt jemandem "Grüezi" zu sagen! Darüber war nun wieder mein
Vater sehr unglücklich, hatte er doch ein Geschäft im Dorf, und damals musste man zu gewissen Leuten
noch "Grüezi Herr/Frau Doktor" sagen, auch wenn sie gar keine Ärzte waren! Und vor allem beklagte sich
meine liebe Tante darüber ...
Ausserdem brachte ich später im Englischen das th nie über die Lippen, bis ich vor wenigen Jahren für
kurze Zeit in Amerika weilte und mich jemand daraufhin ansprach. Da kam mir die ganze Situation wieder
in den Sinn und ich erklärte lachend, dass dieses th bei uns eben ein Sprachfehler sei. - - -
Eine solche Sprachtherapie ist also ziemlich zweischneidig, und ich würde sie niemandem empfehlen!
Mit dem Problem wurde ich nämlich noch einmal konfrontiert, als mein drittes Kind, Dominik,
im Kindergarten war. - Habe ich es besser gemacht?



Etwas aus dem 2. Teil: (Meine Erfahrungen mit Schulkindern . . .)

Aus dem Kapitel "Florian":

Rumpedibum: Am ersten Tag nach den Ferien fragt mich Florian aus heiterem Himmel: "Du, warum sagt
deine Tochter immer "Zwerg" zu mir?" "Ja, weisst du," gibt mir der Himmel ein zu antworten, "sie meint,
du bist ein Zwerg. "Was? Weiss die nicht, dass ich ein Mensch bin?", kommt die entsetzte Anwort.
"Nein, sie ist überzeeugt, du bist ein Zwerg." Er kann sich fast nicht erholen. "Warum?", haucht er.
"Sie glaubt, du bist ein Zwerg, weil du nicht lesen und schreiben lernen willst. Können würdest du es schon.
Aber du willst nicht. Genau, wie die Zwerge. Die brauchen das natürlich auch gar nicht, sie leben ja im Wald
unter den Wurzeln, was brauchen die Lesen und Schreiben? Darum wollen sie es auch gar nicht können.
Aber du, du bist natürlich ein Mensch! Du würdest es schon brauchen. Aber du willst nicht. Darum meint sie,
du bist ein Zwerg." "Gibt es Zwerge, die aber doch lesen und schreiben wollen?" "Ja, das gibt es schon."
"Kennst du einen?" "Ja." Wie heisst der?" "Er heisst Rumpedibum."


Nun - gerade daraus ist noch ein Büchlein entstanden: Es heisst auch Rumpedibum. Es ist die Geschichte,
die ich damals mitFlorian zusammen und vor seinen Augen entstehen liess, dabei ein gut Teil seiner
Lern-Probleme mit einbauen konnte und mit dem er
schliesslich Lesen, Schreiben und Rechnen gelernt hat. Es umfasst 108 Seiten, A4, quer. Davon sind
21 Seiten mit Zeichnungen versehen, die ausgemalt und beschriftet werden können.
33 Seiten sind Leer-Seiten, frei für eigene Zeichnungen.
Erhältlich in meinem Eigenverlag zum Preis von Fr. 25.-.

Ja - so weit, so gut. Ich freue mich auf Ihre Bestellung!
Hier auch noch meine Mail-Adresse: conti@abc-lernwerkstatt.ch
Tel. 079 6 888 626