Wird heute nicht mehr so überbewertet, wie noch vor 20 Jahren. In jeder Zeitung, in jedem Fachartikel, ja sogar in grossformatigen Plakaten kommen manchmal recht dicke Fehler vor.
Es sind immer Grammatikfehler, weil der Computer diese nicht korrigiert. Ganz sicher finden Sie auch hier in meinem Text da und dort einen kleinen Fehler, ein weggelassenes Wort, eine verlorengegangene Endung, einen Druckfehler usw.
Wo viel geschrieben wird, ist das unvermeidlich.

Dennoch wird in der Schule immer noch ein wahnsinniger Druck auf die Rechtschreibung ausgeübt, resp. auf die armen Schüler, die damit Mühe haben. Dadurch setzt sich in einem Menschen die Gewissheit fest, im Schreiben ein totaler Versager zu sein. So vermeidet man es, seiner Liebsten (oder sonst) einen Brief zu schreiben, oder nur im allerdringendsten Fall.
Man vermeidet dabei Wörter, die man nicht so gut kennt und schreibt nur in ganz kurzen Sätzen, um die Kommas zu vermeiden. Dazu eignet man sich eine krakelige nur schlecht lesbare Schrift an, damit man die Fehler weniger sieht.

Versuchen wir doch, etwas lockerer mit der Rechtschreibung umzugehen!
Ich möchte sagen: Fehler machen ist erlaubt. Die Rechtschreib-Regeln kennen ist aber auch nicht verboten. Man soll sie nicht büffeln, sondern ganz locker in sich aufnehmen, es geht vor allem darum, seine Sinne zu schärfen, also aufnehmen des Schriftbildes (Augen), des Klangs (Ohren) und dazu mit dem Wörterbuch umgehen lernen.
So lernen wir die schwierigen Wörter kennen, und wenn wir dann auch noch die Regeln dazu wissen, umso besser! Dann kann es sein, dass es uns packt, und wir vielleicht gerne noch etwas spielen mit den Wörtern.
Dazu möchte ich Sie ermuntern!

Siehe Texte: "Kleine Rechtschreibung für Grosse" (für grössere Schüler und Erwachsene)